System-, Software-, Application-, Performance-, Verfügbarkeits-, Erreichbarkeits-Monitoring. Das sind viele Begriffe die teilweise das gleibe bedeuten oder auch unterschiedliche Ansätze verfolgen. Doch wie wichtig sind die teilweise sehr akademischen Begriffe? Wäre es nicht hilfreicher sich auf die Punkte zu fokusieren, die dem Kunden wichtig sind?

Was bedeutet eigentlich "Monitoring"?

Ein Monitoring (dt. Überwachung) überwacht Dienste die eine Anwendung bzw. ein Server bereitstellen. D.h. hier wird geprüft ob Ihr gewünschter Dienst erreichbar - oder im Fachjargon verfügbar ist. Daher wird das Verfügbarkeitsmonitoring meist - fälschlicherweise - gleichgesetzt mit Monitoring.

Einfaches - klassisches - Verfügbakeitsmonitoring mit Pings

Sie kennen das aus den Kino-Filmen, ein Schiff sucht nach einem U-Boot, man hört die Pings die durchs Meer gehen. Bei einem U-Boot-Fund gibt es ein klares Echo vom Ping. Im Prinzip macht ein Monitoring genau das Gleiche. Es wird einen Ping (eine Anfrage) an ein U-Boot (einen Server) gesendet. Wir warten eine kurze Zeit und prüfen ob ein Echo (eine Rückmeldung) zurück kommt. Wenn der Echo eintrifft, wird angenommen der Dienst ist verfügbar.

Um konkreter zu werden, wollen wir z.B. http://www.laendle-hosting.de prüfen ob dieser Link verfügbar (erreichbar) ist. Wir senden eine http-Anfrage (Ping) an den Server und dieser liefert und einen HTTP-Code 200 (Echo) zurück. In dem Fall ist der Server erreichbar und meldet keine Störung. Ein anderer HTTP-Code kann eine Störung signalisieren. Es könnte aber sein, dass keine Rückmeldung vom System kommt. In dem Fall wird nach einer maximalen Wartezeit ein Fehler angenommen, da kein Echo des Pings in vernüftiger Zeit bei uns ankam.
Wir nennen dieses Monitoring HTTP-ping oder HTTP-check (respektive HTTPS-ping bzw. HTTPS-check).

Dieser Tests gibt Ihnen den Rückschluss, dass der Webserver erreichbar ist. Er gibt Ihnen leider keine Information darüber ob Ihre Anwendung innerhalb des Webservers erreichbar ist. D.h. der Test kann eine Erreichbarkeit des Servers bzw. Dienstes feststellen. Dieser Test kann nicht 100% sicher feststellen ob Ihre Anwendung erreichbar ist. Leider hilft Ihnen dieser Test in den seltensten Fällen. Um in Bildern zu sprechen, der Echo des Pings sagt Ihnen "ja da ist ein U-Boot", aber ob das U-Boot funktionsfähig ist, können Sie daraus nicht in Erfahrung bringen.

Also fokusieren wir uns darauf die User Experience zu überwachen. Doch wie?

Erweitertes Monitoring mit einer Web-Verfügbarkeitsprüfung

Nun wie kann das Monitoring verbessert werden?

Um in Bildern zu sprechen, müssten wir die U-Boot Besatzung (Ihre Anwendung) mit einer Anfrage darum bitten eine Aktivität für uns auszuführen. Z.B. könnte die Aktivität lauten, bitte liefert uns "Bodenproben aus dem Meer". Technisch bedeutet dies, dass wir eine kurze Anfrage versenden, die eine evtl. umfangreichere Aktivität nach sich zieht. Um solch eine Aktivität zu simulieren, muss das Monitoring sich genau so verhalten, wie wenn ein Benutzer Ihren Dienst benutzt. Z.B. müsste das Monitoring eine komplette Webseite mit Bildern, JavaScript und sonstigen Dateien abrufen. Werden die Inhalte fehlerfrei ausgeliefert, so kann man davon ausgehen, dass die Anwendung auch verfügbar ist.

Vollwertiges UX-Monitoring aus Kundensicht mit Klickpfad-Prüfung oder Funktionspfad-Prüfung

Im obigen Beispiel wird genau eine Aktion/Aktivität geprüft. Das hilft Ihnen eine sichere Aussage darüber zu treffen ob Ihre Anwenung in dieser Funktion auch funktioniert. Es sagt Ihnen nichts darüber, ob komplette Arbeitsabläufe funktionieren. Nehmen wir an Ihre Bodenproben wurden korrekt vom U-Boot an das Schiff geliefert. Jetzt möchten Sie weitere Aktivitäten beauftragen, wie z.B. die Bodenproben ins Labor bringen, im Labor die Bodenproben analysieren, die Analyseergebnisse zusammenfassen und letztendlich die Proben einlagern. Sie könnten nun die einzelnen Schritte mit der Web-Verfügbarkeitsprüfung prüfen, aber Sie wissen dann immer noch nicht ob genau die eine Probe alle Aufgaben erfolgreich durchläuft, sondern nur dass jeder Arbeitsschritt für sich funktioniert.

Technisch gesprochen, möchte man häufig auf einer Webseite eine Benutzeranmeldung durchführen, dann soll z.B. der Web eines Benutzers nachgestellt werden, wie dieser sich zu einem Webshop durchklickt, dort ein oder mehrere Artikel in den Warenkorb legt und diesen bestellt, ggf. auch gleich noch bezahlt. D.h. man möchte die User-Experience überwachen und hierbei sicherstellen, dass die kritischen Funktionen in einer durchgängigen Prozesskette sauber funktionieren.

Die Königsdisziplin Performancemonitoring

Stellen Sie sich vor, Sie haben einen Webshop. Der Webshop funktioniert zuverlässig, alle zuvor genannten Monitorings lieferen "alles ok". Sie sind nun in der Situation, dass sich vereinzelt Kunden melden, dass der Webshop langsam sei. Sie führen eine Prüfung an Ihrem Computer durch und können den Zustand nachvollziehen, oder bei Ihnen ist alles wie gehabt schnell.

Möchten Sie nun Ihrem Kunden die klassiche Techie-Aussage "Works for me" bzw. "bei mir geht alles" zurückmelden? Wie würden Sie ggü. Ihrem Kunden wirken, wenn Sie diesem sagen könnten: "Aus Deutschland, Frankreich, Spanien, oder sogar anderen Kontinenten ist der Webshop wie gewohnt schnell erreichbar, lieber Kunde bitte prüfen SIe Ihre Internetanbindung oder Ihren Computer".

 

 

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